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Blues on Stage      Tokyo Blues

Saxophone Magazin   Mary4music review  

                    
Pictures from this tour can be found here

http://www.jansen-fotografie.de/Seitengros/dbw04.htm 

www.bluesnights.de/derrickordner/index.html 

 03.02.2004
 Kreis Emsland       
 Einziger Auftritt von Derrick "Big“ Walker Heimathaus Twist Von Michael PotthastTwistWieder einmal konnten die Veranstalter der Twister „Blues Nights“ einen echten Coup landen: Derrick „Big“ Walker gab im Heimathaus sein einziges Deutschlandkonzert auf seiner Frühjahrstournee.
 
 Unterstützt wurde er dabei von der niederländischen „Greyhound Bluesband“. Den ersten von drei Teilen des Konzertes bestritt das Quartett der „Greyhound Bluesband“ alleine. Mit dem Slowblues „Walking days“ bewiesen die Musiker gleich zu Beginn ihre musikalischen Qualitäten. Sowohl die langen Instrumentalpassagen der E-Gitarre (Martin Hartsteen) des im Dreivierteltakt dargebotenen Songs als auch die Gesangseinlagen des Rhythmusgitarristen Jon Meyerjon konnten sich hören lassen. Nach diesem langsamen Titel ging es bis zur ersten Pause überwiegend in schnelleren Tempi weiter. Dabei konnte besonders Schlagzeuger George Snijder überzeugen, der erst bei den schnelleren Titeln zeigte, dass er ein wahrer Künstler auf seinem Gebiet ist: Ein äußerst geschickt eingeleitetes Ritardando oder die vielfältigen und rhythmisch äußerst interessanten Drumparts bewiesen dies.  Die Bluesband ließ auch Einflüsse von Swing in ihre Musik einfließen. Besonders deutlich wurde das bei „Route 66“. Dennoch freute man sich nach einer Stunde „Greyhound Bluesband“ auf den Hauptact des Abends, da die Musik zuletzt ein wenig eintönig wurde und die Verstärkeranlage im kleinen Heimathaus arg weit aufgedreht war.  Ersteres änderte sich schlagartig durch Walker, der um viertel vor zehn nun endlich den bislang freien Platz in der Bühnenmitte einnahm. Nun wurde den Bluesfans auch deutlich, woher der in Schweden lebende Musiker seinen Beinahmen „Big“ hat. Der charismatische, aus Oklahoma stammende Bluesmann wusste das Publikum und selbst die Begleitcombo schnell in seinen Bann zu ziehen. Mit ihm änderte sich auch gleich der Stil der Band, die nun förmlich aufzuleben begann.  Derrick “Big” Walker agierte nicht nur als herausragender Sänger, Saxophon- und Mundharmonikaspieler, sondern fungierte gleichzeitig auch noch als „Dirigent“ für die musikalischen Mitstreiter. Seine durch Körperbewegungen szenisch unterstützten und ohnehin beeindruckenden Soli konnte er durch Handzeichen beliebig variieren und ausdehnen. Hier zeigte sich, dass die fünf Musiker bestens aufeinander abgestimmt waren. Der in Oklahoma geborene Walker ist ohne Zweifel ein Musiker der Extraklasse. Was er aus Mundharmonika und Saxophon herausholte, war schlichtweg beeindruckend. Nicht nur, dass er den Tonumfang der Instrumente voll ausnutzte; durch seine exzellente Spieltechnik zeigte er auch noch ihr breites Klangspektrum auf.  Der frenetische Beifall für die Darbietungen bewies, dass die Zuhörer sicherlich nicht nur vom musikalischen Können Walkers, sondern ebenso von seiner enormen Bühnenpräsenz und Spielfreude begeistert waren.
 

 

 



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